Historisches
Informationen über die Entwicklung der Caroline-Herschel-Realschule als eine der Vorläuferinnen der Oberschule Garbsen
Warum Caroline-Herschel?
Die Caroline-Herschel-Realschule liegt in Garbsen, einem Ort direkt hinter der Stadtgrenze von Hannover, im Stadtteil Auf der Horst. Die postalische Adresse lautet „Planetenring“, Die Straßen in der direkten Umgebung tragen Namen wie Saturnring, Plutohof, Mirahof, Bärenhof, Siriushof, Leonidengasse, Marshof, Jupiterhof, also Bezeichnungen aus der Astronomie.
Unsere Nachbarschulen sind das Johannes-Kepler-Gymnasium und die Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule. Was lag also näher, als auch für unsere Schule, die Realschule Garbsen, einen Namen zu finden, der eng mit der Astronomie verbunden ist.
Caroline Herschel
Deutsche Astronomin
geboren am 16. März 1750 in Hannover,
gestorben am 9. Januar 1848 in Hannover
Die Namensgebung der Schule sollte im Jahr 2000 erfolgen. Da fiel die Wahl nicht schwer. Caroline Herschel stammte aus Hannover und feierte genau in jenem Jahr ihrem 250. Geburtstag. So wurde im Jahr 2000 aus der Realschule Garbsen die Caroline-Herschel-Realschule.
Caroline Lucretia Herschel war die erste Frau, die in der Astronomie volle Anerkennung fand. Sie wuchs als einziges Mädchen von fünf überlebenden Kindern des Militärmusikers Isaak Herschel und seiner Frau Anna Ilse Herschel in Hannover auf. Der Vater war bestrebt, seinen Kindern eine musikalische Grundausbildung zu geben. Aber im Hause Herschel wurde nicht nur viel musiziert, sondern auch philosophiert und Astronomie betrieben. Caroline in ihren Erinnerungen: "Mein Vater war ein großer Bewunderer der Astronomie und besaß einige Kenntnisse in der Wissenschaft. Ich erinnere mich, dass er mich in einer kalten Nacht auf die Straße führte, um mich mit einigen unserer schönsten Sternbilder bekannt zu machen, nachdem wir vorher einen Kometen, der eben sichtbar war, beobachtet hatten.“ Einige Stunden täglich besuchte sie zusammen mit ihren Brüdern die Garnisonsschule, so dass sie das Lesen und Schreiben erlernen konnte – damals für ein Mädchen aus dem Bürgertum keine Selbstverständlichkeit. Viele Stunden des Tages verbrachte sie jedoch gegen ihren Willen mit Stricken, Sticken und allerlei Haushaltstätigkeiten. Die Mutter meinte, dass sie ein "roher Klotz sein und bleiben sollte, allerdings aber ein nützlicher". Der Gedanke, dass sie – nach dem Willen ihrer Mutter – zur Weißnäherin ausgebildet werden sollte und ihr eine Zukunft als bloße Haushaltskraft bevorstände, war ihr unerträglich. Sie wollte ein Leben führen, das auch geistige Anforderungen an sie stellte. Daher hielt sie sich an den Wunsch des Vaters, der für sie, wie für ihre vier Brüder, eine musikalischen Ausbildung, in ihrem Fall zur Konzertsängerin, vorsah.
22jährig folgte sie ihrem zwölf Jahre älteren Bruder Friedrich Wilhelm Herschel, der als Organist und Konzertleiter im vornehmen Bath tätig war, nach England. Er brauchte sie als Haushälterin, wollte ihr aber auch Gelegenheit geben, der häuslichen Enge zu entfliehen, sich musikalisch weiterzubilden und als Solistin in seinen Konzerten mitzuwirken. Schon bald stieg sie zur ersten Sängerin auf, übernahm Leitungsfunktionen im Chor und bekam Angebote, auch in anderen Städten aufzutreten. Dies lehnte sie allerdings ab, da sie nur unter der Leitung ihres geliebten und verehrten Bruders auftreten wollte. Sicherlich hätte sie musikalisch eine große Karriere vor sich gehabt, wenn sie nicht der Passion ihres Bruders für die Astronomie gefolgt wäre. Zweifellos eine ungewöhnliche Familie, diese Herschels aus Hannover, in denen große Begabungen, ja Doppelbegabungen (Musik und Astronomie) anscheinend die Regel waren: Bruder Alexander, ebenfalls Musiker, wirkte auch als Astronom in Wilhelms Familienbetrieb zur Erforschung des Himmels.
Caroline widmete sich nun neben der Haushaltsführung und ihren Auftritten als Sängerin auch noch der Astronomie; zum Beispiel half sie Wilhelm beim Anfertigen von Spiegelfernrohren. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die Spiegel zu polieren und zu schleifen – eine Arbeit, bei der es auf absolute Genauigkeit ankommt. Neben den praktischen Tätigkeiten befasste sie sich aber auch mit astronomischer Theorie. Sie erlernte die Algebra, Formeln für Berechnungen und Reduktionen als Grundlage für das Beobachten und Durchmustern des Himmels.
Der große Einschnitt für Caroline Herschel kam 1781, im Entdeckungsjahr des Planeten Uranus, den ihr Bruder eher zufällig bei einer Himmelsdurchmusterung fand. Diese Entdeckung führte dazu, dass er über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Neben zahlreichen Ehrungen bekam er eine Stelle als Königlicher Hofastronom in Windsor angeboten, die er dankbar annahm. Nun konnte er sich ganz seiner wahren Leidenschaft widmen.
Für Caroline hingegen bedeutete die Entdeckung des Uranus eine erneute Wende in ihrem Leben. Sie stand vor der Wahl, als Sängerin in Bath ihre erfolgreiche Karriere fortzusetzen oder aber ihrem Bruder als wissenschaftliche Assistentin zu "dienen". Sie entschied sich für letzteres und bekam vom Hof eine Anstellung als Gehilfin ihres Bruders mit einem Gehalt von 50 Pfund im Jahr – das erste Gehalt, das je eine Frau für wissenschaftliche Tätigkeit bezog. Nun begann Caroline mit der eigenen Erforschung des Sternenhimmels, und zwar widmete sie sich der Kometensuche. In den Jahren von 1786 bis 1797 entdeckte sie acht solcher Schweifsterne. Nächtelang blieb sie mit ihrem Bruder auf Beobachtungsposten, notierte die Sternpositionen, die er ihr vom anderen Ende des von ihnen selbst gebauten riesigen Fernrohrs zurief, wertete die nächtlichen Aufzeichnungen aus und rechnete sie nach, schrieb Abhandlungen für die Philosophical Transactions, entdeckte vierzehn Nebel, berechnete Hunderte von ihnen und begann einen Katalog für Sternhaufen und Nebelflecke anzufertigen. Des weiteren verfasste sie einen Ergänzungskatalog zu Flamsteeds Atlas, der 561 Sterne umfasste, sowie ein Gesamtregister dazu.
Für diese Arbeit wurde ihr allerhöchste Anerkennung u.a. von Gauß und Encke gezollt. Trotzdem blieb sie die (übermäßig?) bescheidene Frau, die sie immer gewesen war. Ihre Biographin Renate Feyl bemerkt dazu: "Bis an das Ende ihres Lebens versucht sie jeglichen Hinweis auf eine eigene Leistung lediglich als das Verdienst ihres berühmten Bruders herauszustellen. … Sie wagt zu wissen, will aber dieses Wagnis nicht öffentlich eingestehen. Fortgesetzt betont sie, wie nichtsnutzig, wie unfähig, wie untauglich sie sei. Dies ist ihre lebenslängliche Demutsgeste und Entschuldigung dafür, dass sie sich erkühnt, leise, aber nachhaltig gegen die Gewalt von Gewohnheiten anzugehen und sich auf ihre Weise zu nehmen, was einem menschlichen Wesen zusteht: das Recht auf Erkenntnis."
1822 – nach vielen Jahren unermüdlicher Arbeit - folgte ein weiterer Einbruch in ihrem Leben: ihr geliebter Bruder starb. Nun hielt sie nichts mehr in England. Wenige Wochen nach seinem Tod zog Caroline Herschel wieder in ihre Heimatstadt Hannover, die sie fast fünfzig Jahre zuvor als junge Frau verlassen hatte. Die bedeutendsten Gelehrten suchten sie in ihrem einfachen Haus in der Marktstraße auf, um sie ihrer Gunst und Wertschätzung zu versichern. Selbst zum Königlichen Hof hatte sie Kontakt. Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihr verliehen – 1828 u.a. die goldene Medaille der Royal Astronomical Society, zu deren Ehrenmitglied sie 1835 ernannt wurde. Sie war die erste Frau, der Anerkennungen dieser Art zuteil wurden. Anlass dazu war ihr sogenannter Zonenkatalog, den sie zum Andenken an ihren Bruder erstellt hatte. Er enthielt die reduzierten Beobachtungen sämtlicher von Wilhelm Herschel entdeckten Nebel und Sternhaufen – eigentlich eine schier unschaffbare Aufgabe! 1838 ernannte die Königliche Irische Akademie der Wissenschaften in Dublin die 88jährige Caroline Herschel zu ihrem Mitglied. 1846 erhielt sie im Alter von 96 Jahren im Auftrag des Königs von Preußen die goldene Medaille der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Noch an ihrem 97. Geburtstag empfing sie den Besuch des Kronprinzenpaares, unterhielt sich einige Stunden lebhaft mit ihnen und sang ihnen abschließend ein Lied vor, das ihr Bruder siebzig Jahre zuvor komponiert hatte. Keiner der von ihr entdeckten Kometen wurde nach ihr benannt, aber 1889 wurde zu Ehren Carolines mit ihrem zweitem Vornamen der Kleinplanet (281) Lucretia benannt. Dieser Asteroid hat 13,1 km Durchmesser und eine Helligkeit von 16,5 mag. Den Namen C. Herschel erhielt auch ein Mondkrater im Sinus Iridum.
Caroline Herschel starb 1848 im hohen Alter von 98 Jahren. Sie wurde auf dem Gartenfriedhof in Hannover begraben. Die Inschrift auf ihrem Grabstein lautet:
"Hier ruhet die irdische Hülle von Caroline Herschel geb. zu Hannover den 16. März 1750 gestorben den 9. Januar 1848. Der Blick der Verklärten war hienieden dem gestirnten Himmel zugewandt, die eigenen Cometen Entdeckungen und die Theilnahme an den unsterblichen Arbeiten ihres Bruders, Wilhelm Herschel, zeugen davon bis in die späte Nachwelt. Die Königliche Irländische Akademie zu Dublin und die Königliche Astronomische Gesellschaft in London zählten sie zu ihren Mitgliedern. In dem Alter von 97 Jahren 9 Monaten 24 Tagen entschlief sie mit heiterer Ruhe und bei völliger Geisteskraft, ihrem zu einem bessern Leben vorangegangenen Vater, Isaac Herschel, folgend, der ein Lebensalter von 60 Jahren 2 Monaten und 17 Tagen erreichte und seit dem 25. März 1767 hieneben begraben liegt."
Quelle: (Text)
http://www.fembio.org/frauen-aus/hannover/caroline-herschel.shtml
Quelle: (Foto Mondkrater): www.wfs.be.schule.de/.../ C_Herschel_LOIV.JPG
Wilhelm-Foerster-Sternwarte am Insulaner in Berlin
Entwicklung der Realschule Garbsen
(Aus der Festschrift der Stadt Garbsen zur Einweihung der Realschule Garbsen im Jahre 1969)
Aus den beiden Orten Garbsen und Havelse gingen seit 1939 Schülerinnen und Schüler zur Mittelschule, bzw. später Realschule, in Seelze. Die Schülerzahl stieg mit der Entwicklung beider Orte, so dass die Realschule Seelze in absehbarer Zeit nicht mehr die Schüler hätte aufnehmen können. Die für Radfahrer sehr gefährliche Straßenverbindung von Garbsen oder Havelse nach Seelze beschleunigte die Vorüberlegungen zur Errichtung einer eigenen Realschule. Der Rat der Gemeinde Garbsen beantragte am 5. März 1965 beim Herrn Niedersächsischen Kultusminister die eigene Realschule.
In der Realschule Seelze wurden zum 1.4.1965 die Kinder aus den Orten Garbsen und Havelse schon in einer Klasse 5c zusammengefasst. Am 1.4.1966 war der Zeitpunkt gekommen, an dem die Realschule Seelze wegen Überfüllung 3 Klassen nach Garbsen auslagerte. Eine 6. und zwei 5. Klassen wurden in Räumen der Volksschule Saturnring untergebracht. Im guten Einvernehmen ertrugen Volks- und Realschule gemeinsam die Raumnot. Die damaligen Lehrer waren Frau Apelt (geb. Krüger), Herr Brase, Herr Keiner (stundenweise abgeordnet), Frau Nonnenmann und Fräulein Stichnoth.
Im Laufe der folgenden Zeit entwickelte sich die Realschule Garbsen. Etwas mehr als 3 Jahre sollte es dauern, bis die Schule voll ausgebaut in einem eigenen Schulgebäude war.
Am 22. Juni 1966 teilte der Herr Regierungspräsident die Genehmigung mit. Ein Auszug daraus lautet: „Der Herr Niedersächsische Kultusminister hat mit Erlass vom 28. April 1966 - Nr. 111 M 848/65 - gemäß § 5 des Schul-verwaltungsgesetzes die Errichtung einer grundständigen Realschule zum 1. Dezember 1966 genehmigt.“
Nun stand der Planung des neuen Schulgebäudes nichts mehr im Wege. Der Rat der Gemeinde Garbsen beauftragte die Herren Architekten Brettschneider und Kärst mit der Planung. Die Belange der Schule wurden durch Herrn Brase vertreten. Die Gemeinde und später die Stadt Garbsen hat von Anfang an die Wünsche der Schule gehört und bei überzeugender Argumentation verwirklicht. Die Realschule Garbsen ist als eine Schule mit Fachraumprinzip geplant worden. Dafür sei eine kurze Begründung hier angeführt: Beim bisherigen Klassen- und Fachraumprinzip sind bei einer dreizügigen Realschule die Fachräume gut ausgenutzt. Nach den jetzigen Stundentafeln - und die sind Grundlage aller Organisationsfragen gewesen - ergibt sich, dass folgende Stundenzahlen pro Woche in den Räumen erteilt werden:
|
Biologie |
27 |
Wochenstunden |
|
Hauswirtschaft |
27 |
Wochenstunden |
|
Musik |
30 |
Wochenstunden |
|
Nadelarbeit |
36 |
Wochenstunden |
|
Physik/Chemie |
33 |
Wochenstunden |
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Sport/Gymnastik |
42 |
Wochenstunden |
|
Werken |
36 |
Wochenstunden |
|
Zeichnen |
36 |
Wochenstunden |
Das bedeutet, dass über 200 von insgesamt 600 Wochenstunden einer 3-zügigen Realschule in Fachräumen erteilt werden. Der 3. Teil der Klassenräume steht beim bisher üblichen Klassen- und Fachraumprinzip leer.
Werden jetzt die Wünsche der übrigen Fächer nach eigenen Fachräumen erfüllt, so wechseln zwar die Kinder, aber eine wirtschaftliche Raumnutzung ist neben vielen pädagogischen Vorteilen gewährleistet. Stundenplanbeispiele wurden durchprobiert und erwiesen durchaus eine mögliche Durchführung. Organisationsprobleme wurden mit Lehrern, die langjährige Realschulerfahrung besaßen, aufgeworfen und durchgesprochen. Das Ergebnis war, dass ein Schulbau nach üblicher Konzeption das geplante Fachraumprinzip nicht zuließe. Die Stadt Garbsen ermöglichte durch beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Rat der Stadt, Architekten und Schule die Lösung. Folgende Grundsatzforderungen baulicher Art wurden erfüllt:
- a) eine Zentralgarderobe anstelle der Flurhaken,
b) kleine Hallen anstelle der Flure,
c) Fachlehrmittelzimmer anstelle des zentralen Lehrmittelzimmers.
Die Stundenplanbeispiele ergaben noch folgende Feststellungen: die beste Raumnutzung liegt bei einer Schule nach Klassen- und Fachraumprinzip bei einer Dreizügigkeit, bei dem Fachraumprinzip aber bei einer Vierzügigkeit. Die durchschnittliche Wochenstundenzahl pro Raum erhöht sich von 24 auf 32. Diese Belegungszahl ist stundenplantechnisch möglich. Wie gut, dass die Stadt Garbsen durch den Bau eines Schulgebäudes nach dem Fachraumprinzip sich die Möglichkeit geschaffen hat, mehr als 3 Parallelklassen pro Jahrgang ohne Schwierigkeiten unterzubringen.
Es bringt den Leser alter Protokolle (z. B. über die Sitzung des Realschulausschusses am Freitag, dem 11.11.1966) zum Lächeln, wenn damals bei der Vorplanung noch von einer grundsätzlich zweizügigen Realschule die Rede war, wir heute aber schon 5 Eingangsstufen-Klassen aufnehmen. Staunen muss man allerdings über den Weitblick, wenn als Gebäude-Fertigstellungstermin der August 1969 angegeben wird.
Zum 1.12.1966 (Ende des 1. Kurzschuljahres) wurde die Realschule Garbsen selbstständig und schied aus dem Verwaltungsbereich der Realschule Seelze aus. Herr Helms aus Seelze übergab die Leitung dem vom Herrn Regierungspräsidenten damit beauftragten Herrn Brase. Zwei neue 5. Klassen wurden aufgenommen, die Raumnot wuchs, alle sehnten die Fertigstellung der Volksschule Planetenring herbei, denn dort sollte die Realschule Garbsen zum zweiten Male als Gast untergebracht werden. Der Umzug geschah erst im Juni 1967. Im zweiten Kurzschuljahr kamen als neue Lehrkräfte Frau Krebs (geb. Gabel), Frau Kreter und Herr Pehl dazu.
Zu Beginn des Schuljahres 1967/68 wurden drei 5. Klassen aufgenommen. Ein Schuljahr mit guten äußeren Verhältnissen stand bevor: Genügend Lehrer und ausreichend vorhandene Klassenräume! Dazu kam ein gutes Verhältnis zu dem Kollegium der Volksschule Planetenring. Der Realschule Garbsen wurde wiederum die Zeit als Gast leicht gemacht. Durch die Kolleginnen und Kollegen Frau Flicke (geb. Jodat), Frau Hennies (geb. Schlag), Herrn Heimberg, Frau Kern, Herrn Koch, Frau Krosch, Herrn Lehmann, Frl. Lückert und Frau Neundorf wurde das Kollegium der Realschule Garbsen so groß, dass auch die drei neuen Klassen des Schuljahres 1968/69 gemäß dem Landesdurchschnitt versorgt werden konnten.
Eine Aufstellung der Schülerzahlen mag das Anwachsen der Realschule Garbsen verdeutlichen:
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01.12.1966 |
165 |
Schülerinnen und Schüler |
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01.08.1967 |
281 |
Schülerinnen und Schüler |
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01.08.1968 |
406 |
Schülerinnen und Schüler |
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01.08.1969 |
568 |
Schülerinnen und Schüler |
Im letzten Schuljahr (1968/69) machte die Raumnot sowohl der Volksschule Planetenring als auch der Realschule Garbsen viel zu schaffen. Nur durch intensive Zusammenarbeit im Stundenplan gelang es für beide Schulen, den für Schüler, Lehrer und Eltern gleichermaßen schlechten Schichtunterricht zu verhindern. Die bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Volksschulen sollten richtungsweisend für die Überwindung äußerer Schwierigkeiten in der Zukunft sein.
Aus: Festschrift zur Einweihung der Realschule Garbsen im Jahr 1969,
Hrsg.: Rat der Stadt Garbsen;
Foto: Rundblick Verlag Peter Lücke
1969 - 1992 (Beitrag folgt)
1992 - 2004
Nach der Pensionierung von Herrn Lothar Brase im Sommer 1992, der die Schule seit ihrer Gründung geleitet hatte, wurde die Realschule Garbsen im Schuljahr 1992/93 und im ersten Viertel des darauffolgenden Schuljahres von Herrn Konrektor Elmar Freytag kommissarisch geleitet. Im Mai 1993 wurde zwischen der Realschule und der Hauptschule ein Kooperationsvertrag zur besseren Nutzung der Räume, Verteilung der Lehrkräfte und engeren Zusammenarbeit bei Übergängen von Schülerinnen und Schülern geschlossen. Dies war der erste derartige Vertrag im ganzen ehemaligen Landeskreisgebiet.
Nach den Herbstferien 1993 wurde die Schulleitung durch Herrn Dierk Ohl, einem Realschullehrer und Konrektor einer Orientierungsstufe, übernommen. Wesentliche Zielsetzung der kommenden Jahre war eine Verbesserung der Zusammenarbeit aller Schulen des Schulzentrums I, ohne dass die Selbstständigkeit der einzelnen Schulen angetastet wurde. Den Anfang dieser Phase machten die Schulleitungen durch wöchentliche Dienstbesprechungen aller Schulleitungen.
1994 gab es erstmalig ein gemeinsames freiwilliges Nachmittagsangebot aller sechs Schulen in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege der Stadt Garbsen. Das Angebot der RS ging von Hausaufgabenhilfe über fachliche Angebote, Sport und Spiel, bis zu Vorbereitungsangeboten zum Übergang in die Gymnasiale Oberstufe. Im Realschulgebäude wurde eine Cafeteria als Kommunikationszentrum eingerichtet. Dadurch konnte das Lehrerzimmer wieder in die Nähe der Verwaltung verlegt werden.
„Fiesta Planetaris “ (eine Wortschöpfung von Frau Probst-Walter) im September 1996 wurde eine sehr ausdrucksstarke Veranstaltung des gesamten Schulzentrums, unterstützt durch das hannoversche Sportinstitut. In der Öffentlichkeit war eine positive Resonanz für alle Schulen zu spüren.
Als im Mai 1998 die ,,Woche der Kreativität“ mit Unterstützung namhafter Künstler durchgeführt wurde, hatte die Zusammenarbeit der Schulen bereits für soziale Zustimmungen gesorgt, dass die schwierigste Finanzierung nicht mehr durch Sponsoren sondern auch durch das Kulturministerium sichergestellt war.
Nachdem einige Jahre lang – mal stärker, mal schwächer- über eine Namensgebung für die Realschule Garbsen diskutiert worden war, fand im Oktober 2000 ein kleiner, aber feiner Festakt unter Beteiligung der Stadt Garbsen und der Bezirksregierung statt. Auf Vorschlag des Kollegiums, der Elternschaft und der Schülerschaft wurde aus der Realschule Garbsen die Caroline-Herschel-Realschule.



Die Fertigstellung des Namensschildes an der Schule erfolgte allerdings erst vier Jahre später.
Als höchster Punkt der Schule war bis dahin der Kunstturm von weitem zu sehen. Wie wacklig diese ,,italienische Rostlaube“ allerdings war, erlebten nur Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte im Unterricht. 2001 wurde das Bild des Schulgebäudes stark verändert. Der Kunstbereich wurde ausgebaut, vergrößert und ein ,, Tonnendach“ der krönende Abschluss.
Erstmals 1997 wurde über den Bau eines ,,Planetenpfades“ auf Anregung der örtlichen Politiker gesprochen. Zwischenzeitlich verlor die Politik dann das Interesse an diesem Projekt, es was Expo-Zeit. Nur durch wiederholte Abläufe und Anstöße der Schulleitungen und namhafter Bürger kam es im Dezember 2000 zur Grundsteinlegung und 2003 zur festlichen Einweihung. Die Organisation und musikalische Ausgestaltung erfolgte durch die Realschule. Schülerinnen und Schüler aller Schulen trugen durch einen Sponsorenlauf und andere Veranstaltungen zur Finanzierung, des Planetenpfades bei.
Im Jahr 2002 bewarb sich die RS um das Siegel ,,Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule in der Region“. Unter der Federführung von Frau Misske wurde diese Bewerbung ein voller Erfolg:Nicht nur das Siegel wurde erreicht, die Schule wurde als einzige Realschule auch mit einem Zusatzpreis (finanzieller Art) ausgezeichnet.
Auch im Jahre 2004 erhielt die Schule das Siegel wieder zuerkannt, diesmal unter Federführung von Herrn Bonke. Die Jahre bis 2004 waren eine Konsolidierungsphase einer Realschule mit den Klassenstufen 7 bis 10. Neben bereits erwähnten baulichen Änderungen wurde eine völlige Umgestaltung des Chemiebereiches durchgeführt und mit der Bildung von Klassen mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt neue Ziele gesetzt. Sponsoren wie VW und Honeywell unterstützten durch zielgerechte und wohlwollende Spenden den Bereich Informatik und Chemie. Alle Lehrkräfte nahmen an mehrtägigen Computerkursen teil.
Regelmäßige Veranstaltungen des englischen White-Horse-Theaters und die Fremd - sprachenassistentin Frau Rebecca Pentney ergänzten den Englischunterricht. Andere Fachbereiche wurden belebt durch
-Klassenbesuch in Bonn
-Dialog, Jung und Alt
-RS-Schüler schreiben Gedichte über die Stadt
-Autorenlesungen
-Stillleben(eine Kunstausstellung im EKZ)
-Theateraufführungen
-Jugendkunstpreis Musik
-Mit Technik zur Expo
Die Schülervertretung setzte sich besonders ein bei den Veranstaltungen:„Spenden für afghanische Flüchtlingskinder“ und „Schüler für Toleranz und Verständigung.“
Die Verbundenheit ehemaliger Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte mit dieser Schule zeigte sich immer wieder bei diversen Klassentreffen und bei dem 30jährigen Schuljubiläum 1996 durch hohe Teilnehmerzahlen.
Da auch in dieser Schule Streitigkeiten unter Schülerinnen und Schülern nicht ausbleiben, wurden seit 2001 “Streitschlichter“ ausgebildet. Diese hatten die Aufgabe, ohne Einflussnahme von Lehrkräften Streitfälle unter Schülern und Schülerinnen zu klären und eine einvernehmliche Lösung für beide Seiten herbeizuführen.
Über viele Jahre wurde das Bild der Schule u.a. durch die Auftritte der Musikgruppen von Herrn Köbe geprägt; beispielsweise bei der Neueröffnung eines Autohauses, bei Veranstaltungen der Stadt Garbsen, Gemeinschaftskonzerten mit den Nachbarschulen und Einweihungen schulischer Einrichtungen. Die notwendigen finanziellen Mittel steuerte der Förderverein der Schule bei.
Die Schülerzahl der Realschule stieg von 1993 bis 2004 von 320 auf 420. Mit Auflösung der Orientierungsstufen und mit neuer Schulleitung durch Herrn Joachim Ohlendorf begann 2004 eine neue Phase im alten Gebäude und im ehemaligen Hauptschulkomplex.
2008 übernahm dann Herr Markus Böhm als Schulleiter die Caroline-Herschel-Realschule.
Seit 2015 bekleidet Frau Claudia Schreyer das Amt der Schulleiterin.
Im Jahre 2017 ging dann sukzessive die Caroline-Herschel-Realschule in die Oberschule SZ1 Garbsen über. D.h. beginnend mit dem 5. Jahrgang besuchten dann Schüler, die normalerweise an der Hauptschule-Nikolaus-Kopernikus und der Caroline-Herschel-Realschule unterrichtet worden wären, die neue Schulform.
Mensa
Freizeitbereich
Unser Freizeitbereich ist von 8 Uhr bis 15 Uhr 30 geöffnet. Für Fahrschüler oder für SchülerInnen, die erst später wieder eine AG besuchen, besteht jederzeit die Möglichkeit, sich im Freizeitbereich aufzuhalten.
Der Freizeitbereich bietet die Möglichkeiten des Tischtennisspielens, des Krökelns, des Lesens, Musikhörens, einfach nur Klönen, Gesellschaftsspiele spielen, Basteln oder Hausaufgaben machen.
Der Bereich wird ständig von SchülerInnen nach ihren Vorstellungen dekoriert, denn in unserer Schule wollen wir uns wohl fühlen.
In den Pausen ist es wichtig, sich mit Freunden zu treffen, um Kraft zu schöpfen für den nächsten Unterricht.
Verschönerung des Flures im N-Bereich während der Projektwoche 2006 (Ab 2018: Trakt B)
Außenwand Raum 14 (Ab 2018 1.D.04)
Verschönerung des Treppenaufgangs 3/2007









